Pfullinger Wahrzeichen im Guinessbuch der Rekorde? 2.7.2006
 

Schoemberg12Hoch über Pfullingen steht auf der Hochfläche des Schönberges der vom Architekt Theodor Fischer entworfene und 1905/1906 erstellte erste Aussichtsturm aus „Eisenbeton“.

Aufgrund seiner Form ist der Turm des schwäbischen Albvereins auch als Pfullinger  „Onderhos“, wie er im Volksmund genannt wird, bekannt.




Schoemberg3Am Sonntag den 2 Juli wurde aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Turmes der Name Realität.









Schoemberg1An der Umsetzung der Idee von Helmut Bachschuster und Matthias Knodel war der ehe. Professor der Hochschule Pforzheim Professor Alf Steinhuber, das Tübinger Textilunternehmen Rösch, die Autosattlerei Möhn aus Dettingen, die die Hose genäht hat, die Stadt Pfullingen, der schwäbische Albverein, die Höhensicherungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Pfullingen und die DRK-Bergwacht Bereitschaft Pfullingen beteiligt.




Schoemberg2Gegen 12:30 Uhr wurde das mit mehr als 300 m² große gigantische Kleidungsstück am langen Seil von einem Hubschrauber der Firma Helix über die Köpfe von tausenden Zuschauern hinweg eingeflogen und auf der Hochwiese abgelegt. Nun waren die Kräfte der FFW – Pfullingen und der Bergwacht Pfullingen gefordert.




Schoemberg5Die geschlossene Hose musste an ihrem „Hosenladen“ geöffnet und in zwei Stücke geteilt werden. Dann wurde das erste Hosenbein von der Bodenmannschaft zum Turmfuß getragen und in die bereits vor Ankunft der Hose von der „Turmmannschaft“ vorbereiteten 6 Zugseile an der Südseite eingehängt. 




Schoemberg4Mit Muskelkraft wurde das etwa 200 Kg schwere Stoffstück von der „Bodenmannschaft“ zu den Fensterbrüstungen der Aussichtsplattform hochgezogen wo es von der „Turmmannschaft“ übernommen und in die vorbereiteten Verankerungen eingehängt wurde.





Schoemberg7Die Zugseile wurden umgehängt und an der Nordseite wurde das zweite Hosenbein hochgezogen und gesichert. Zur Befestigung der Hose wurde mit einem Gürtel ( LKW-Spanngurt ) der Hosenbund unter den Fensteröffnungen festgezurrt.






Schoemberg6Trotz strahlendem Sonnenschein war das Wetter für die weiteren Ablauf der Anziehung nicht ideal.









Schoemberg8Die „Hosenladerschlieser“  der FFW Pfullingen und der Bergwacht Pfullingen wurden durch die starken böig wehenden Ostwinde stark gefordert. Durch den Winddruck wurde die Teile auseinandergeweht so dass sie, am Seil hängend, kaum zusammengehalten werden konnten.





Schoemberg11Das schließen der Hose war ein harter Kampf. Nach knapp 2 Stunden konnte mit dem Anbringen von 2 roten Schleifen die Anziehung des Schönbergturm mit der wohl größten Unterhose der Welt, unter viel Applaus der Zuschauer, abgeschlossen werden.


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Schoemberg10Doch nicht nur bei der Anziehung zeigte die Bereitschaft ihr Können. Mit unserem allradgetriebenen VW Syncro-Mannschaftsfahrzeug wurden 65 Fahrten für gehbehinderte und ältere Besucher vom Parkplatz Wanne auf steilem Waldweg zum Schönbergturm durchgeführt.